Harmonie wie fast noch nie
Harmonisch und ohne Diskussionen gingen im Arzfelder Verbandsgemeinderat die Beigeordneten-Wahlen über die Bühne. Klaus Juchmes (CDU) bleibt erster Beigeordneter, Alfred Pick (SPD) wurde zweiter und Peter Philippe (Liste Köppen) dritter Beigeordneter.
Arzfeld. Frostig war im Rathaus nur die Klima-Anlage, die wohl die erwartete hitzige Diskussion der Ratsmitglieder des VG-Rats runterkühlen sollte. Doch die blieb aus. Eigentlich war das auch zu erwarten, denn die Fraktionsführer hatten schon vor der Sitzung die Besetzung der Beigeordneten-Posten besprochen (der TV berichtete).
So wurde Klaus Juchmes einstimmig (24 Stimmen) wieder im Amt als Stellvertreter des Bürgermeisters bestätigt. Dieser bedankte sich für das “vorzügliche Vertrauen”, das ihm entgegengebracht wurde. Alfred Pick erhielt 23 Ja-Stimmen bei einer Gegenstimme. Für Peter Philippe stimmten 20 mit Ja, drei mit Nein, und ein Stimmzettel war ungültig. Für Alfred Pick und Peter Philippe, die ihr Mandat niederlegten, rücken Lothar Brandt (SPD) und Klaus-Peter Bonefas (Liste Köppen) in den Rat nach.
Walter Reichert (CDU) betonte, die CDU habe ihre Mehrheit auch in den vergangenen zehn Jahren nicht missbraucht. Nun habe man keine Mehrheit mehr und müsse den Wählerwillen akzeptieren. Deshalb habe man eine gemeinsame Lösung mit den anderen Fraktionen gesucht. “Ich denke, die gezeigte Einigkeit ist ein guter Start für die neue Legislaturperiode”, sagte Reichert. “Wir haben auch in den vergangenen fünf Jahren an der Sache orientiert diskutiert. Die gute gemeinsame Arbeit wollen wir in den nächsten fünf Jahren fortsetzen”, sagte Rainer Hoffmann (SPD). Hermann Köppen (Liste Köppen) begrüßte ausdrücklich, dass sich die großen Fraktionen einigen konnten. “Der VG Arzfeld steht es sehr gut an, wenn sie mit einer Stimme spricht”, sagte er.
Man muss den Wählerwillen akzeptieren
Harmonisch ging es weiter bei der Wahl der Ausschussmitglieder. Nach kurzer Sitzungsunterbrechung hatten sich die Fraktionen auf eine gemeinsame Liste geeinigt, die auch einstimmig im Rat abgesegnet wurde. Nachdem auch die Vertreter für die Verbandsversammlungen und Mitglieder für die Regionalvertretungen der Planungsgemeinschaften der Region Trier einstimmig gewählt wurden, musste der neue Rat schon die ersten Beschlüsse treffen, da Eile geboten war. Für den in Olmscheid geplanten Solarpark (der TV berichtete) soll eine andere Fläche als ursprünglich geplant genutzt werden. Die neue Fläche liegt weiter von der Ortsgemeinde entfernt und ist mit 13 Hektar etwa doppelt so groß wie die ursprünglich vorgesehene. Der Rat stimmte bei einer Enthaltung einstimmig der Beschlussvorlage zu. Grünes Licht gab es auch für einen Planungsauftrag im Abwasserbereich der K 119, Ortsdurchfahrt Lünebach.
Quelle: Trierischer Volksfreund – Ausgabe vom 11.07.2009














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