Postpläne gehen zu Lasten der Beschäftigten und Kunden
Verständnis für die Proteste der Post-Beschäftigten
„Die Deutsche Post müsste eigentlich aus der Vergangenheit gelernt haben, dass Arbeitsplatzabbau und Arbeitsverdichtung nicht zu besseren Ergebnissen führen“, so Klamm. „Es ist erst ein paar Jahre her, da wurden viele Postler großzügig frühpensioniert, um Stellen einzusparen. Langfristig war dies ineffizient und hat viele zusätzliche Kosten verursacht. Die Arbeitsplätze fehlen heute. Anschließend wurden die Zustellbezirke stetig vergrößert und die Arbeit immer mehr verdichtet. Heute glaubt man, viele Zustellerinnen und Zusteller trainierten bei der Arbeit eher für einen Ultramarathon, so wenig Zeit bleibt ihnen bei der Zustellung. Dazu kommt eine Art Rotationssystem, bei dem einmal in einem, dann in einem anderen Zustellbezirk nicht zugestellt werden kann, weil die Zustellerinnen und Zusteller fehlen”, so die postpolitische Sprecherin.
Es sollte auch künftig ausgeschlossen bleiben, dass Teile der Briefzustellung an Fremdunternehmen gehen und bei der Paketzustellung müsse es bei der bisherigen Obergrenze für eine Fremdvergabe bleiben, fordert Klamm.
Klamm: “Wir brauchen mehr Postzustellerinnen und Postzusteller anstatt weniger. Die Deutsche Post AG könnte etwa vermehrt ausbilden und die Auszubildenden dann auch übernehmen. Dies würde neben den notwendigen Neueinstellungen helfen, viele Zustellprobleme zu lösen. Eine Fremdvergabe hingegen verursacht langfristig mehr Kosten und schadet der Servicequalität zu Lasten der Beschäftigten, der Unternehmens- und der Privatkunden.”














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