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Die Gewerkschaft Verdi und die SPD im Eifelkreis kritisieren die neue
Beschäftigungsstrategie der Drogeriemarktkette Schlecker. Derzeit werden Bundesweit kleinere Filialen geschlossen und die Beschäftigten entlassen. Dafür entstehen manchmal sogar im gleichen Haus, wie demnächst in Prüm, manchmal nur wenige Meter von der alten Filiale entfernt neue, sogenannte XL-Märkte. Die neuen Beschäftigten kommen dann über die Leiharbeitsfirma Meniar, die laut Thomas Treptau, Stellvertr. Kreisvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD, Dumpinglöhne einführen will.
Die Informationspolitik im Hause Schlecker läßt dabei offensichtlich ebenfalls sehr zu wünschen übrig. So wird zum 1. Dezember eine Filiale in Metzingen geschlossen. Betroffene, wie beispielsweise Sonja Raissle (Stellvertr. Bezirksratsvorsitzende des Bezirks Reutlingen/Tübingen mit 33 Filialen arbeitet schon über 20 Jahre bei Schlecker) hat noch keine Kündigung, obwohl sie sieben Monate Kündigungsfrist hat. Von der Schließung in Metzingen hat sie erfahren, weil sie im Betriebsrat sitzt. Ihren Kolleginnen geht es ähnlich.
Genauso kurzfristig ging z.B. ein Filialwechsel in Walddorfhäslach über die Bühne. Ende September wurde der kleine Markt geschlossen. Es gab ein paar Umbauten und dann wurde an gleicher Stelle, etwas größer, am 31. Oktober ein Schlecker-XL-Markt eröffnet. Von den bisherigen Mitarbeiterinnen sei keine übernommen worden, erklärt Verdi-Gewerkschaftssekretärin Carola Gross.
Aktionen vorgesehen
Besonders perfide findet Verdi »das Drängen von Beschäftigten in Arbeitsverträge der konzerninternen Leiharbeitsfirma Meniar«. Diese Firma betreibe Lohndrückerei durch die Anwendung des Tarifvertrags mit dem Christlichen Gewerkschaftsbund. Für die Beschäftigten bedeute dies einen Gehaltsverlust von 50 Prozent. Es gebe, so Carola Gross, kein Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, keine Überstunden nach Tariflohn mehr, auch werde der Urlaub reduziert. In vielen Fällen würden auch nur noch befristete Arbeitsverträge ausgestellt. Deshalb will Verdi nun mit Aktionen gegen die neue Beschäftigungsstrategie von Schlecker vorgehen. Am 04.12.2009 wird vor der neuen Prümer XXL-Filiale, über die Vorgehensweise der Ehinger Drogeriemarkt-Kette informiert und vor Ort »Schlecker die Rote Karte gezeigt«.














Auch die Jusos werden dabei sein, denn wir verurteilen nicht nur das Vorgehen von Schlecker, wir Jusos haben auch eigene Vorstellungen, wie unser Sozialstaat zukünftig aussehen sollte. Ausbeutung der Arbeitnehmer, wie Schlecker es jetzt vorhat, findet darin keinen Platz.
Mehr Infos dazu auf
http://www.jusos.de/themen/wirtschaft-und-soziales/sozialpolitik
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