Afghanistan – Kriegsauftrag oder Friedensmission?
Afghanistan – Kriegsauftrag oder Friedensmission?
Der Bundeswehreinsatz in Afghanistan ist ein heißes Thema und täglich in den Nachrichten und Printmedien in der Diskussion.
„In Afghanistan herrscht Krieg“, das ist das größte Problem in Afghanistan. Die Sicherheitslage hat sich stark verschlechtert: Der Aufbau von Sicherheitskräften könne nicht mit der steigenden Kriminalität mithalten, wodurch die Ausbreitung des Drogenausbaus und der steigende Terrorismus nicht gestoppt werden kann. Verstärkt würden diese Probleme durch die fehlende strukturierte Verwaltung, sowie die schlechte Infrastruktur. So verfüge die Stadt Kabul noch über kein fließendes Wasser. Zudem stellten die mehr als 7 Millionen seit 2001 zurückgekehrten Flüchtlinge eine große Herausforderung dar: Beispielsweise sei die Einwohnerzahl von Kabul von 500.000 auf 3,5 Millionen gestiegen.
Eine zentrale Frage ist, ob eine Aufstockung der internationalen Streitkräfte die Lösung für den Frieden oder die Verschärfung des Krieges in Afghanistan wäre. Führende Experten (u.a. Diplomat Abed Nadjib) meinen, dass erstmal analysiert werden müsse, welche Fehler in der Vergangenheit gemacht wurden, um ein ganzheitliches und gemeinsames Friedenskonzept für Afghanistan entwickeln zu können. Bei dieser Friedenslösung müssten auch die Nachbarstaaten miteinbezogen werden, denn der Terrorismus mache nicht an den afghanischen Grenzen Halt. Grundlage sei vor allem der Aufbau von afghanischen Sicherheitskräften, die die Souveränität des Staates sichern könnten. Deshalb müsse die ISAF die afghanischen Streitkräfte durch eine bessere Ausbildung weiter aufbauen und ihr kontinuierlich die Sicherheitsverantwortung übergeben. Des Weiten sollten die Verhandlungen mit Taliban-Kämpfern souverän von Afghanistan geführt werden, und gegebenenfalls vom Westen unterstützend begleitet werden sollte.
Der SPD-Kreisverband Bitburg-Prüm möchte in seinem „Sozialdemokratischen Gesprächsforum“ auch Afghanistan zum Thema machen. Hierzu haben wir den Bundes-tagsabgeordneten und Mitglied des Verteidigungsausschusses Herrn Fritz Rudolf Körper und Parlamentarischer Staatssekretär a.D. eingeladen.
An dieser Podiums- und Publikumsdiskussion am 26.04.2010 um 19:00 Uhr im Hotel Eifelstern, in 54634 Bitburg, Charles-Lindbergh-Allee 6 werden außerdem Vertreter der AG Frieden, der Kirche und der Bundeswehr Stellung beziehen und zum Gespräch bereit sein.
Zu dieser Veranstaltung möchten wir Sie herzlich einladen und freuen uns auf eine interessante Diskussion.














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