Misstrauensvotum für Klöckner
Die gestrige Nominierung von Michael Billen als Landtagskandidat für den Wahlkreis Bitburg-Prüm kommentiert die rheinland-pfälzische SPD-Generalsekretärin Heike Raab:
„Die klare Wahl von Michael Billen mit 566 von 881 Stimmen zum Landtagskandidaten für Bitburg-Prüm ist ein eindeutiges Misstrauensvotum für die stellvertretende Landesvorsitzende Julia Klöckner. Vor der Wahl hat sich Frau Klöckner öffentlich gegen eine erneute Nominierung von Michael Billen ausgesprochen und die CDU-Mitglieder sogar davor gewarnt. Damit hat sie ihre erste große innerparteiliche Machtprobe verloren. Um in ihrem Jargon zu bleiben: Hier wurde kein Elfmeter verwandelt, sondern ein Eigentor geschossen. Klöckner selbst hat die rote Karte bekommen. Ich frage mich: Gilt das Wort Julia Klöckners eigentlich noch in der CDU, wenn sie von den eigenen Leuten vom Platz gestellt wird?
Es ist erschreckend, wie falsch die Bundestagsabgeordnete Klöckner die Lage in Prüm eingeschätzt hat. In der tief gespaltenen CDU bekommt Julia Klöckner keinen Fuß auf den Boden. Gerade In der Eifel ist die Topografie von tiefen Tälern und großen Höhen geprägt, es weht manch scharfer Wind und viele Maare haben Untiefen, hier muss man nicht nur geländegängig, sondern geländetauglich sein. Frau Klöckner ist weder das eine noch das andere.“
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