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Junge Migranten leichter integrieren

13 Juli 2010
© Veer

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Der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier will Zuwanderer leichter einbürgern. Dies liege angesichts der alternden Bevölkerung und des Fachkräftemangels auf dem Arbeitsmarkt auch im deutschen Interesse, sagte Steinmeier am Sonntag.

Der SPD-Politiker plädiert dafür, vor allem die Situation der in Deutschland geborenen Kinder von Einwanderern zu verbessern. Bislang müssen sie sich spätestens mit 23 Jahren für eine von beiden Staatsbürgerschaften entscheiden. “Dieser Optionszwang, der für viele junge Menschen mit Migrationshintergrund sehr belastend ist, sollte schleunigst beendet werden.”

Steinmeier erinnerte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa daran, dass die Union diese so genannte Optionspflicht bei der Reform des Staatsbürgerschaftsrechts der rot-grünen Bundesregierung durchgesetzt hatte. Damals habe die CDU “etwa in Hessen Aufstände provoziert, um Stimmung gegen die Ausländer zu machen”.

Heute jubele ganz Deutschland über die gelungene Integration der vielen Spieler aus Immigrantenfamilien in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Gleichzeitig hinke man in Bildung und Arbeitsmarkt hinterher. Insofern hoffe er, dass CDU und CSU inzwischen dazu gelernt hätten. Integration sei “kein Akt der Gnade oder der reinen Nächstenliebe” sondern auch Eigeninteresse, unterstrich Steinmeier.

Machen Sie mit bei der Zukunftswerkstatt Integration

Die SPD will den Diskussionsprozess über eine moderne Gesellschaftspolitik für ein aufgeschlossenes, weltoffenes und tolerantes Deutschland weiterhin aktiv forcieren. Deshalb hat sie eine “Zukunftswerkstatt Integration” gegründet. In ihr soll zusammen mit allen Interessierten das gesellschaftliche Klima nachhaltig beeinflusst, Diskussionsprozesse angeregt und nach Möglichkeit ein alle politische Ebenen übergreifendes Konzept von Integrationspolitik entwickelt werden.

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