SPD will 2011 das Direktmandat holen
Mit 92 Prozent der Delegierten-Stimmen ist Monika Fink erneut zur Kreisvorsitzenden der SPD gewählt worden. Stellvertreter sind Rainer Hoffmann und Nico Steinbach. Inhaltlich stand in Kyllburg vor allem eines im Vordergrund: die Landtagswahl im März 2011.
Kyllburg. Wer sich auf den Stiftsberg zurückzieht, findet dort am Rande Kyllburgs die ideale Kulisse für Klausurtagungen, bei denen fernab der Öffentlichkeit brennende Themen diskutiert werden. Anders dagegen die SPD des Eifelkreises: Von Abgeschiedenheit und Klausur will sie nichts wissen. Nach mehr als zwei Jahren veranstaltete die Partei einen ordentlichen Parteitag und lud ihre Delegierten dazu nach Kyllburg. Sie wählten dort unter anderem ihren neuen Kreisvorstand und wurden auf den Landtagswahlkampf eingestimmt.
Doch ein Genosse nimmt an diesem Abend eine besondere Rolle ein: Bernd Spindler. In den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kyllburg steckt die SPD große Hoffnungen. Schließlich will er im Nachbarkreis Bernkastel-Wittlich der CDU-Landrätin Beate Läsch-Weber nachfolgen. “Kyllburg hast du umgedreht. Warum solltest du das nicht auch in Bernkastel-Wittlich schaffen”, machte Fink ihm Mut.
Auch in Sachen Landtagswahl zeigte sich die SPD-Kreischefin und Landtagsabgeordnete kämpferisch: “Wir haben 2011 die Chance, das Direktmandat zu gewinnen”, rief sie in den Saal. Schließlich sei die Stimmendifferenz zur CDU bei der vergangenen Landtagswahl von 6850 auf weniger als 2400 gesunken. Die fehlenden Stimmen will Fink im kommenden Jahr noch aufholen. Dabei setzt sie offenbar vor allem auf die geschwächte Position der CDU: “Bei uns gibt es keine Lügen, keine Klüngelei und keinen Streit in der Landespartei”, sagte Fink.
Mit 92-prozentiger Zustimmung bestätigten die Genossen ihre Vorsitzende. Auch die übrigen Wahlvorschläge trafen auf die Zustimmung der Delegierten. Rainer Hoffmann (Arzfeld) und Nico Steinbach (Oberweiler) wurden zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Als Schriftführer wurden Thomas Treptau (Wolsfeld) und als Schatzmeister Markus Fischbach (Prüm) bestätigt.
Ein wenig Spannung kam dagegen bei der Wahl der Beisitzer auf. Denn die Wahlvorschläge wurden in Kyllburg noch um einen Namen ergänzt: Michael Zeimens aus Nattenheim wollte sich ebenfalls zur Wahl stellen. Unter den Delegierten fand Zeimens, der für die SPD in Bitburg-Land im Verbandsgemeinderat sitzt, jedoch nicht genügend Zustimmung.
Somit wurden doch die ursprünglich vorgeschlagenen Kandidaten zu Beisitzern gewählt. Das sind Timm Berg (Waxweiler), Raimund Biewer (Speicher), Horst Büttner (Bitburg), Erdal Dogan (Schönecken), Gunda Gercke-Stolzenbach (Holsthum), Johannes Heinen (Niederlauch), Boris Hiltawski (Wallersheim) und Josef Junk (Idenheim).
Quelle: Trierischer Volksfreund – Ausgabe vom 23.11.2010













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