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Nahles fordert mehr Lohn für Leiharbeiter

1 Dezember 2010

Arbeitsmarktzahlen November

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Die Zahl der Arbeitslosen sinkt weiter – im November um knapp 15.000 gegenüber dem Vormonat. Von der üblichen Winterarbeitslosigkeit ist bislang nichts zu spüren. Für SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles eine „erfreuliche“ Entwicklung und genau der richtige Zeitpunkt, um endlich das Problem der Leiharbeit anzugehen.

Der Jobaufschwung geht weiter. Waren im Oktober noch 2.945.491 Arbeitssuchende registriert, sind es im November noch 2.931.170 – die Quote liegt weiterhin bei 7,0 Prozent. Die Bundesagentur für Arbeit meldet, dass die Zahl der offenen Stellen auf den höchsten Stand seit mehr als zweieinhalb Jahren geklettert ist.

Diese Entwicklung muss, so die SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles, „genutzt werden, um eine faire Ordnung auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen“. Sie bemängelt, dass die Zahl der Leiharbeiter einen neuen Höchststand erreicht hat. „Mittlerweile ist das Vorkrisenniveau der Leiharbeit überschritten“, so Nahles.

Forderung nach Lohnerhöhung

Die SPD-Politikerin rückt drei Punkte ins Zentrum der Debatte: Zum einen müsse „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ durchgesetzt und ein Mindestlohn für die Branche festgelegt werden. Dann sollte die Bundesregierung nicht bei der Arbeitsmarktpolitik kürzen, sondern zusätzliche Maßnahmen der Weiterbildung und Qualifizierung anbieten. Und drittens müsse es ein Aufschwung für alle werden. „Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen über Lohnerhöhungen angemessen beteiligt werden“, fordert Nahles.

Experten gehen davon aus, dass der Trend auf dem Arbeitsmarkt auch im kommenden Jahr anhält. Im Jahresdurchschnitt erwarten sie für 2011 rund drei Millionen Arbeitslose, wobei die Zahl im Spätherbst 2011 auf 2,7 Millionen sinken könnte – etwa 250.000 Erwerbslose weniger als in diesem Jahr.

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