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Startseite » Zum Nachlesen: Die Attacken auf Röttgen aus der Koalition

Zum Nachlesen: Die Attacken auf Röttgen aus der Koalition

  • Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP): Er warne vor “ideologischen Schnellschüssen”. “Niemand will neue Kernkraftwerke in Deutschland. Eine langfristige Perspektive kann aber nur entstehen, wenn mit soliden Fakten statt mit ideologischen Schnellschüssen gearbeitet wird.” (BamS, 14.2.2010)
  • Andreas Pinkwart, stellvertretender FDP-Vorsitzender, warf Röttgen “Aktionismus” vor. “Wir brauchen die Atomkraft als Brückentechnologie, bis erneuerbare Energien zu einer bezahlbaren Alternative werden. Wann das sein wird, kann niemand ohne intensive Vorarbeiten seriös beantworten.” (Hamburger Abendblatt, 13.02.2010)
  • Hessens Umweltministerin Silke Lautenschläger (CDU): “Im Koalitionsvertrag steht nichts davon, dass bei einem Anteil von 40 Prozent erneuerbarer Energien die Kernkraft überflüssig wird oder dass die Anlagen nur 40 Jahre betrieben werden sollen.” (dpa, 14.02.2010)
  • Umweltminister von Bayern, Baden-Württemberg und Hessen, Markus Söder (CSU), Tanja Gönner und Silke Lautenschläger (beide CDU): “Wir sind vor der Bundestagswahl für längere Laufzeiten der Kernkraftwerke eingetreten, und das muss auch so bleiben”. Die Vorfestlegung von Röttgen “entspricht nicht dem, was vereinbart wurde.” (dpa, 14.02.2010)
  • Bayerns Umweltminister Markus Söder (CSU): “Das Thema ist zu wichtig, um es irgendeiner Koalitionsüberlegung zu opfern.” (Tagesspiegel, 14.02.2010)
  • Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) widersprach der Ansicht Röttgens, dass die Laufzeit der Atommeiler auf höchstens 40 Jahre ausgelegt ist. Solange die Kernkraftwerke “unsere hohen Sicherheitsstandards erfüllen und solange sie für unseren Energiemix unverzichtbar sind, sollten wir sie am Netz lassen.” (Spiegel, 14.2.2010)
  • CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich: Wir sehen die Kernenergie “vorläufig als unverzichtbar an. Wir dürfen nicht zulassen, dass regenerative Energie gegen Kernenergie ausgespielt wird. (…) Jetzt feste Zeitangaben zu machen ist falsch.” (Stuttgarter Nachrichten, 15.02.2010)
  • Bayerns Umweltminister Markus Söder (CSU): “wenig seriös”. (dpa, 9.2.2010)
  • CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich: “Wir sind in der Koalition etwa irritiert, weil die Sorge besteht, dass Röttgens Einlassungen falsche Signale aussenden. (…) Der Verdacht, dass wir nicht für längere Atomlaufzeiten stehen, muss ausgeräumt werden.” (FTD, 9.2.2010)
  • Tanja Gönner (CDU), Umweltministerin Baden-Württemberg: “Nicht alle Äußerungen von Röttgen sind deckungsgleich mit dem Koalitionsvertrag. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass er so wenig Kernenergie wie möglich will (…). Das ist nicht die Linie, die wir beschlossen haben (…). Ich stelle fest, dass viele unserer Mitglieder irritiert sind über Röttgens Aussagen.” (Stuttgarter Zeitung, 9.02.2010)
  • Philipp Missfelder, Bundesvorsitzender JU: Der CDU “das Label aufzudrücken, die CDU soll jetzt für den Atomausstieg stehen, das halte ich für falsch”. (ARD, 8.2.2010)
  • Michael Kretschmer (CDU), stellvertretender Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion: “sprachlos über so viel Unfug. (…) Mich stört auch das Argument, es gäbe eine mangelhafte Akzeptanz der Kernenergie. Wenn das so wäre, wäre es die Aufgabe der CDU, dafür zu kämpfen, dass die Akzeptanz größer wird.” (dpa, 7.2.2010)
  • Michael Fuchs (CDU), stellvertretender Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion: Fuchs sprach von “Willkür” und: “Volkswirtschaftlich bedeutet es einen enormen Schaden, gut funktionierende Kernkraftwerke abzuschalten, die weder durch ‘Vogelschredderanlagen’ (Windkraft) noch durch ‘Subventionsgräber’ (Solarzellen) ersetzbar sind (….). Sichere Kernkraftwerke können weiterlaufen, und zwar nicht nur 40 Jahre, wie Herr Röttgen willkürlich festlegt, sondern 60 Jahre wie in den USA oder noch länger.” (dpa, 7.2.2010)
  • Guido Westerwelle (FDP), Vizekanzler: “Was der Umweltminister gesagt hat, ist nicht die Auffassung der Bundesregierung. Jetzt auszusteigen aus der Kerntechnik ist ein absolut schwerer Fehler.” (ZDF, 7.02.2010)

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