Gemeinsame Presseerklärung von DGB Jugend und Jusos RLP:
Bildung von Anfang an – von Anfang an gebührenfrei!
In einer gemeinsamen Presseerklärung unterstützen die DGB Jugend Rheinland-Pfalz und die Jusos Rheinland-Pfalz heute in Mainz die Forderung von Studentinnen und Studenten, das Studienkontenmodell in Rheinland-Pfalz abzuschaffen.
Der gesellschaftliche, wirtschaftliche und technologische Wandel stellt die Menschen vor immer neue Herausforderungen – ein Leben lang. Wir Jusos sind finden, dass ein demokratisches, sozial offenes und durchlässiges Bildungssystem lebenslanges Lernen ermöglichen muss. Deshalb wollen wir ein gesetzliches Recht auf Weiterbildung durchsetzen.
Das Schulsystem in Deutschland ist ungerecht. Kinder aus ärmeren Familien besuchen viel häufiger die Haupt- oder Realschule, Kinder aus reichen und gebildeten Familien gehen fast immer auf das Gymnasium. Wer auf die Haupt- oder Realschule kommt, hat kaum die Möglichkeit, auf das Gymnasium zu wechseln oder ein Studium anzufangen.
Wir wissen, dass Menschen nicht von Geburt an unterschiedlich begabt sind: Menschen werden weder als „praktisch“ noch als „theoretisch begabt“ geboren. Das dreigliedrige Schulsystem ist deshalb falsch und ungerecht.
Das deutsche Bildungssystem ist sozial undurchlässig. Studieren kann oft nur, wer reiche Eltern hat. Wir Jusos wollen, dass der Zugang zu Bildung nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängt: Jeder und jeder muss die Möglichkeit haben, ein Studium erfolgreich abzuschließen. Die Politik von CDU und FDP, die in den Ländern Studiengebühren einführen, ist falsch und unsozial. Der Zugang zu Bildung muss für alle gebührenfrei offen sein. Wir lehnen Studiengebühren aus gesellschafts-, sozial- und bildungspolitischen Gründen ab.
Wir Jusos kämpfen für ein gerechtes BAföG, das allen Menschen unabhängig von ihren Eltern ein Studium ermöglicht. Dazu muss das BAföG deutlich ausgeweitet werden.